VuV-Diskussions-
runde debattiert über Entwicklung des Kapitalmarktes

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VuV-Diskussionsrunde debattiert über Entwicklung des Kapitalmarktes

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VuV-Diskussionsrunde debattiert über Entwicklung des Kapitalmarktes

Im Rahmen des Fondsprofessionell Kongresses diskutierten Andreas Grünewald, Vorstand der FIVV AG, und Volker Schnabel, Chef-Analyst bei Mack & Weise GmbH Vermögensverwaltung, am 28.01.2015 in Mannheim über die mögliche Entwicklung des Kapitalmarktes und ihre individuellen Ansätze zu adäquaten Anlagestrategien. Die VuV-Diskussionsrunde bietet alljährlich eine Plattform, bei der sich zwei Verbandsmitglieder den Fragen eines Journalisten stellen können.

Raimund Brichta von n-tv fragte die Vermögensverwalter nach ihrer Einschätzung zum hohen DAX-Niveau, ob Aktien während der anhaltenden Niedrigzinsphase als Anlageform alternativlos sind und ob gar ein Zusammenbruch des Geldsystems sowie ein dramatischer Kursverfall drohen.

Andreas Grünewald und Volker Schnabel diskutierten kontrovers über die aktuellen Entwicklungen und Fragen zum Kapitalmarkt. Dass der DAX die 10.000-Punkte-Marke übersteigt, sei längst überfällig gewesen, so Grünewald. Auf Grund des Wirtschaftswachstums in den USA, China und Deutschland, der steigenden Weltbevölkerung und dem besonderen Konsumwunsch jüngerer Generationen seien auch langfristig steigende Unternehmensgewinne zu erwarten. Auch innerhalb der Unternehmen sei Optimismus erkennbar. Den Aktien müsse daher auch weiterhin ihre seit Jahren hohe Bedeutung zugemessen werden.

Volker Schnabel sieht in Aktien hingegen ein schwer kalkulierbares Risiko. Kaum vorhersehbar sei die weitere Entwicklung der durch die Notenbanken beeinflussten Kurse. Sehr kurzfristig könne es zu Veränderungen und drastisch fallenden Kursen kommen – selbst ein kompletter Zusammenbruch des Geldsystems sei aktuell nicht auszuschließen. Eine hohe Unternehmensverschuldung und zu optimistische Bewertung von Unternehmen seien weitere Indizien. Frei von solchen Risiken seien Edelmetalle, die eine sichere Alternative zu Aktien darstellten. Andreas Grünewald blickt optimistischer in die Zukunft der Aktie. Bei fachkundiger Bewertung der Unternehmen seien attraktive Renditen zu realisieren; Ein Systemzusammenbruch sei aktuell sehr unwahrscheinlich.

 

Die Meinung der o.a. Diskussionsteilnehmer ist keine repräsentative Verbandsmeinung, sondern deren individuelle Markteinschätzung.

 

 

veröffentlicht am 30.01.2015